Tollense, Warnow, Havel, Feldberg
Peene, Rügenbrücke, Uecker
Elbe, Spree, Niederfinow

Ein großes Hallo an alle  Paddelfreunde und Naturliebhaber. Diese private Seite soll Ihnen die  Wasserlandschaft von Mecklenburg-Vorpommern  und deren sehenswerte Natur aus der Sicht eines Faltbootfahrers ohne kommerziellen Hintergrund näher bringen. Wenn Sie also einen Urlaub oder eine Paddeltour im schönen Mecklenburg planen, finden Sie hier garantiert die guten Anregungen.
Die aufgeführten Touren sind von mir abgepaddelt worden und auch für Kinder in Begleitung Erwachsener gut zu bewältigen.



Impressum:
Rüdiger Dec  
Adlerstraße 19
17034 Neubrandenburg
Tel.:0395/5441867
Haben Sie Fragen,Hinweise und Meinungen senden sie bitte eine
e-mail .
 Sie wird garantiert beantwortet

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Die Tollenseseetour beträgt ab Oberbach ca. 23 km- ein harter Kanten, wenn Wind aufkommt- durch die Länge von 10,5 km und 2 km Breite kämpft man gegen unangenehmen Wellen.
Deshalb sollten wir in Ufernähe bleiben; ein Kajak ist hier die richtige Entscheidung.
Direkt am See liegt Neubrandenburg, die Stadt der Vier Tore.
Am Ostufer kann man Rast  in der Neubrandenburger Marina, im Augustabad oder Klein Nemerow machen, das Westufer hat Gatsch Eck(Campingplatz) und Broda zu bieten.
Nicht zu vergessen ist am Nordufer das Badehaus.
Hat man Eigenverpflegung mit, sind Nonnenhof oder Alt Meiershof sehr zu empfehlen.
Haben Sie viel Zeit, so ist eine Radrundreise am nächsten Tag (ca.36km) ein muß.  

Neubrandenburg besitzt Norddeutschlands besterhaltene Wehranlage des 13. Jahrhunderts.
Ein Wallspaziergang um die Stadt sollten Sie nicht versäumen.Früher gehörte es zum guten Ton, auf dem Wall Familieneichen zu pflanzen.Übrigens stammten die Eltern des Malers Caspar David Friedrich aus Neubrandenburg.Wenn Sie als Kunstfachmann irgendwann auf ein Bild des Malers stoßen, können Sie sich gewiss sein, daß diese Walleichen Caspar David Friedrich zu seinen Landschaftsbilder inspirierten.

Dieser Blick vom Nordufer über den Tollensesee verschafft einen optischen Eindruck seiner Größe. Der einzige Mangel - es besteht kein Anschluß ans Bundeswassernetz.
Gerade deshalb ist dieses Revier unter Seglern sehr beliebt.

Einsatzstelle Ölmühlenbach
100 m entfernt ist ein großer Parkplatz
Zufahrt mit dem Auto von der B104 über die Brodaer Straße


Wir queren eine kleine Brücke und gelangen in den Oberbach.
Wer genau hinschaut erkennt sofort: das ist eine umgebaute Klappbrücke eines Brückenpanzers.

Ein  Abstecher in den Oberbach lohnt immer.
Der Oberbach ist der älteste künstlich angelegte Kanal Mecklenburgs.
Entlang des Oberbaches verläuft eine von den Neubrandenburgern gern genutzte Promenade,
während auf der gegenüberliegenden Seite sich zahlreiche Bootsschuppen aneinanderreihen.

Wir passieren die Brücke am Oberbach und fahren hinaus auf den See.

Die Abenteuerspielplätze im Strandbad Broda sind für Kinder, Eltern und Großeltern ein Anziehungspunkt zu jeder Jahreszeit.

Wir steuern  Kurs  Südwest.
Im Hintergrund ist das Fahrgastschiff "Mudder Schulten" zu erkennen.

Vom ehemaligen Kloster Broda ist nur noch der Hügel erkennbar. Der Einflußbereich des Klosters erstreckte sich im 13. Jahrhundert bis an die Müritz.
Über das im 18. Jahrhundert errichtete Amtshaus sind bei Voranmeldung die noch erhaltenen mittelalterlichen Kellergewölbe zugänglich.

Belvedere. Hier stand ursprünglich das Sommerhaus von Herzog Adolf Friedrich IV. Mit seinem Tode wurde das Fachwerkhaus demontiert und in Neubrandenburg wiedererrichtet.
1823 erbaute dann Friedrich Wilhelm Buttel diesen griechischen Tempel.
Eine kleine Wanderung auf das Hochplateau belohnt den Tüchtigen mit einem herrlichen Ausblick über den See und die Stadt.

Die Schaumkronen am Bug des Jollenkreuzers zeigen deutlich eine für Paddelboote schwierige See mit entsprechenden Windverhältnissen an. Bei einer  gehörigen  Portion Mut gepaart mit einem schnittigen RZ85 und getakeltem Fledermaussegel ist man in nicht ganz 30 Minuten am Strand von Gatsch Eck.
Das sollte aber nur den ganz segelfesten Faltbootfahrern vorbehalten sein!

Am Westufer werden unsere Kanuten gestählt:
Zahlreiche Olympioniken und Weltmeister im Kanusport und weltbekannte Leichtathleten brachte der Traditionsverein SCN hervor.

Zeltplatz Gatsch Eck
Von hier geniesst man die Weite des Tollensesee und das Panorama auf  Neubrandenburg.

Geheimtipp: Alt Meiershof mit Blick auf  Neubrandenburg
Der unbewachte Badestrand ermöglicht  aufgrund des flachen Wassers besonders Kleinkindern einen ungetrübten Badespaß.

Die Fischerinsel am Südwestende des Tollensesees liegt im Naturschutzgebiet Nonnenhof. Ein Hauch von Mystik liegt auf dieser Insel: hier wird Rethra vermutet.. Das sind zwei Gründe, weshalb das schöne mit Biberschwänzen gedeckte Haus  zusehends verfällt. Der dritte Grund, wie mag es anders sein ist der Denkmalschutz..... schade. Hier wäre der ideale Ort für ein Ausflugslokal.

Ein Held ist nur, wer die Hornisse gewähren lässt.Für Beobachter ein großer Spaß, denn selber sitzt man ja nicht unter der  Mütze.Das brummen der Flügel ist  bedrohlich genug.Woher das imposante Insekt kam ist ein Rätsel: die kühlen Temperaturen sind kein Flugwetter und wir waren mitten auf dem See. Egal, es ist ein Zeugnis, daß auch am Tollensesee eine mannigfaltige Tierwelt zu Hause ist.

Der Zweck heiligt die Mittel: Mit alten Chemietonnen wird das Naturschutzgebiet seeseitig gekennzeichnet.

Die Gaststätte in Nonnenhof wurde zu DDR-Zeiten gerne besucht. Ob es nun Tagesgäste, die mit dem Dampfer kamen, Hochzeiten oder Geburtstagsfeiern der Bauern waren: alle Menschen genossen die schöne Natur, das gute Essen und den Platz im Wintergarten. Leider sind die bürokratischen Schranken so hoch gelegt worden, dass bisher alle potentielle Investoren vor diesen Hürden passen mussten.

Am nordöstlichen Uferstreifen liegen riesige Findlinge.
Im Herbst geniesst der Paddler ein farbenfrohes Spiel.

Klein Nemerow. Ein beliebtes Ausflugs- und Naherholungsgebiet der Neubrandenburger.
Am Schiffsanleger finden wir den Heidehof.

Am Badestrand In Klein Nemerow sollte angelegt werden- ein kleiner Rundgang um die Ruine der ehemaligen Komturei Klein Nemerow weckt in jedem Kind den Forscherdrang... und wenn noch ins kühle Nass gesprungen wird: hart am rechten Schilfgürtel gehen- da liegen keine spitzen Steine!


Der Aussichtsturm Behmshöhe. An dieser Stelle entsteht ein schönes Echo, deshalb fanden hier früher
Sängerwettbewerbe statt.

Das Augustabad in Neubrandenburg ist ein beliebtes Ausflugsziel und in den Sommermonaten wird zu den Stoßzeiten auch schon mal heftig um die schönsten Plätze mit ausgelegten Decken und Handtüchern gekämpft.... Der Profi geht deshalb schon früh oder zum späten Abend ins kühle Nass.
Vom Surf-Club über Volleyballnetz,Fußballplatz, FKK-Strand bis hin zur Minigolfanlage findet hier jeder
seine Bestimmung. Das es hier eine Strandgaststätte gibt, versteht sich von selbst.
Zu fortgeschrittener Stunde beginnt dann die Ausfahrt der Tuningszene auf der zum Strandbad parallel verlaufenden Straße


Am Nordende des Tollensesees ist eine künstliche Insel- die Reste der ehemaligen Torpedoversuchsanstalt.
Von hier wurden die Torpedos auf eine 8 Kilometer lange Teststrecke geschickt.Nach dem Krieg wurde alles von den Russen gesprengt. In der Gegenwart hat sich die Insel zu einem Eldorado des Tauchsportes entwickelt. Es geht hinab in 20 Meter Wassertiefe in ein Labyrint aus gefährlicher Stahlbewährung. Diese zwei Froschmänner betrachten Belvedere.

Immer wieder werden Torpedos, oder zumindest Reste davon im See entdeckt. Aber keine Angst, hier im Tollensesee testete die Deutsche Kriegsmarine Zündung, Tiefensteuerung und Speed und verwendete deshalb beim Torpedoschießen spezielle Übungsköpfe ohne Sprengstoff.
An der Marina können Sie persönlich die imposanten Abmessungen eines originalen  Marinetorpedos G7a optisch und physisch erfassen.
Er hatte eine Reichweite von 7,5 km und entwickelte eine Antreibsleistung von sage und schreibe 350 Pferdestärken.

Die Fontäne- ein Relikt aus DDR Zeiten- ist nicht ständig an,da erhebliche Betriebs- und Reparaturkosten anfallen. Wir Neubrandenburger sind froh, daß heimische Unternehmen mit Ihrem Engagement diese Augenweide wieder zum Leben erweckten.
Wenn Sie die Fontäine von Land betrachten wollen, dann lassen Sie sich doch am Wochenende bei einer gepflegten Tasse Kaffee im Badehaus verwöhnen..... Kenner genießen dazu  mit Vorliebe den hier kredenzten Windbeutel !

Der Tollensesee ist wegen seiner Tiefe von über 30 Metern im Winter der letzte See Mecklenburgs,
mit einer geschlossenen Eisdecke..
Dieses Ereignis geschieht im Schnitt alle 7-8 Jahre- Grund für uns einen Nachmittag mit der
Paddeltruppe auf dem Eis zu verbringen, schließlich kann man Campingstühle, und Grill
auch im Winter gut verwenden....
Allerdings geschieht das alles auf eigenes Risiko- die zuständigen Behörden würden nie das Eis freigeben.


Die Lieps liegt südlich des Tollensesees und ist absolutes Naturschutzgebiet.
Auf der Fischerinsel im Tollensesee oder eben hier in der Lieps wird Rethra vermutet.
Rethra war ein slawischer Göttertempel ,der auf gewaltigen Hörnern ruhte und die hier lebenden Stämme im Kampf gegen ihre Christianisierung einte.

In kultureller Hinsicht wächst ein zartes Pflänzchen auf dem Nährboden der Mythen und Sagen um Rethra:
Neubrandenburger Philharmonie, Pyrotechniker, Tänzer und TAO-Institut, unterstützt von regionalen Unternehmern  lassen  der Phantasie um Rethra  freien Lauf. Nicht nur das Feuerspektakel ist eine super Sache, sondern auch das drum herum: ein Markt mit Magiern,Musikanten und Künstlern stimmt den Besucher schon Stunden vorher auf eine Epoche vor unserer Zeit sinnlich ein.

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Es ist März, die Schneeschmelze ist vorbei und einige Tage Regen liegen hinter uns. Zeit, wieder ein Projekt anzugehen, was eigentlich nicht geht: Wir paddeln durch die Stadt Neubrandenburg.
Unsere Tour beginnt am Oberbach und führt uns auf den See. Wir steuern die Fontaine an und begutachten das Teil im "Winterschlaf".

Die "Mudder Schulten" und die "Rethra" haben ihren Liegeplatz am Anleger Badehaus.
Hinter dem Anleger fahren wir in die Linde.

Die meisten leichten Brücken in Neubrandenburg sind Panzerklappbrücken.
Vorbei am Jahnsportforum und Jahnstadion, unterqueren wir die B96.
Unter der Brücke ist eine relativ starke Strömung. Wegen des geringen Wasserstandes kriegen wir einfach nicht genügend Wasser auf das Paddel- uns fehlt der Vortrieb.

Da staunt Waldi nicht schlecht. Er schnüffelt ganz verdutzt, denn eigentlich ist er auf Jagd nach Entenvögeln....

Am Mühlenwehr müssen wir raus und tragen das Paddelboot bis hinter die Fischtreppe.

Nun beginnt die angenehmste Strecke. Die ganze Sache ist aber nichts für Leute mit Ischias; die Brücken sind sehr, sehr niedrig.
Wenn der Wasserstand zu hoch ist, passt man nicht durch, ist er zu niedrig, kann man nicht paddeln. Darum ist diese Paddeltour nur etwas für Kenner.

Der Höhepunkt stellt die Fahrt über den Wall dar. Hier mäandert das kleine Bächlein , das Wasser ist ruhiger /natürlicher, als auf den Abschnitten, in denen durch Steinaufschüttungen und  Gittersteinplatten die Kraft des Wassers korsettiert wird. Die Spaziergänger kommen nicht aus dem Staunen heraus, Autofahrer auf dem viel befahrenen Ring hupen begeistert. Viele Passanten sagen:" Das wollten wir auch schon immer mal machen.".Wir haben diese schöne Tour realisiert und empfehlen allen, die das uns nachmachen dafür einen robusten Einer zu verwenden!

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Die Tollense ist ein ruhiges Flüsschen mit etwas Strömung- ein ideales Gewässer für Anfänger wie Fortgeschrittene. Gegen die Strömung zu paddeln ist gut möglich, dennoch auf die Dauer anstrengend (falls man sich nur für einen kleinen Abstecher entscheidet).Der Fluß entspringt dem gleichnamigen See und mündet in Demmin in die Peene. Hart gesottene Paddler können also von Neubrandenburg über die Peene die Ostsee erobern....
Es gibt keinen Motorbootverkehr, viel Ruhe und Natur.
Schön anzusehen sind das Tollensetal und die vielen Mäander.
Einziger Nachteil sind die zum Teil sehr hohen dammartigen Ufer- also wenn ein guter Anlandeplatz gefunden ist -nicht lange überlegen.
Meine Tourempfehlung sind zwei Etappen:
1. Neubrandenburg-Klempenow (32 - 34 km )
2. Klempenow-Demmin (28km )
Das setzt allerdings einen frühen Startzeitpunkt , einen späten Einbruch der Nacht und
gute Kondition voraus.Übernachtungsmöglichkeiten gibt es in Neubrandenburg,Altentreptow ,Klempenow
Kanuverleiher sind in Neubrandenburg und Klempenow- alle beide bieten einen Shuttelservice an.
Der schönste Teilabschnitt beginnt für mich in Altentreptow und endet in Klempenow.


Am Rastplatz Mittelste Straße setzen wir unsere Boote ein. Großer Vorteil ist der Bootstransport mit dam PKW bis an die Tollense. Der Parkplatz ist auch hier nur 20 m entfernt.
Der Wasserweg ist für Ortsunkundige gut beschildert.

Stege erleichtern das Einsetzen.
Allerdings können die Stege bei Hochwasser auch "Land unter" sein.

Schwäne sind ständige Begleiter auf dem Wasser.




Ein aufmerksamer Betrachter erkennt das Reh.
Die Tiere am Ufer schauen behäbig auf uns Paddler.
Brenzliger wird es, wenn Kühe von der Weide ins Wasser gelangen.....

Neddeminer Wehr.
Hier müssen wir eine Entscheidung treffen:
Randkanal (1 x Umtragen in Altentreptow ) oder
der Tollense folgen ( 3 x umtragen nötig ).


Gerade zu der Randkanal, rechts hinterm Wehr die Tollense
Ich persönlich würde es vom Gepäck und der Tourlänge abhängig machen.
Die Entscheidung fällt schwer: mit etwas Glück entdecken wir auf der Tollense Biber,
haben aber den Nachteil bis Altentreptow 3 mal umsetzen zu müssen.
Über den Kanal ist es auf jeden Fall kürzer und der schöne Blick durch das Tollensetal bleibt
auch hier großartig.

Der Funkturm der Telekom ist für den Paddler ein weit sichtbarer Orientierungspunkt.


St. Petri vom Landgraben gesehen.
Nun ist Altentreptow nicht mehr weit.



Die Kirche von der Tollense gesehen


In Altentreptow  wird am Speicher angelandet.
Hier müssen wir die Boote umtragen.

Linkerhand des Mühlenwehres machen wir Rast.
Dann muss das Paddelboot ca. 100m umgetragen werden.

Am vorhandenen Steg können wir komfortabel einsetzen.
Das Bild ist vom Parkplatz aus entstanden- hier ist der ideale Standort, falls die Tour in Altentreptow
begonnen werden soll!

Im November 2009 wurde am Mühlenwehr eine Fischtreppe gebaut.
Also muss der Paddler die besagten 100 Meter umtragen.

Entschießt man sich zu einer längeren Rast, empfehle ich die Besichtigung des Großen Steines in Altentreptow. Dieser riesige Granitstein hat ein Volumen von 133 Kubikmetern und mit einer Masse von
360 Tonnen gehört er zu den größten Findlingen in Norddeutschland.

Nach Unterquerung der B96 gibt es am rechten Ufer eine Übernachtungsmöglichkeit in der Gaststätte Wiesenquelle. Bedenken Sie, dass die Tollense ein naturbelassenes Flüsschen ist und weit und breit wenig Spuren von Zivilisation auf dem nächsten Streckenabschnitt vorhanden sind.

Zwischen Altentreptow und Klempenow mäandert die Tollense stark.

Wir verlassen Altentreptow. Die Landschaft ändert sich , das Tollensetal wird schmaler und höher.
Für das flache Mecklenburg ist es schon was, hoch oben die "Gipfel"  zu betrachten


Klatzow
Wir müssen uns durch die an dieser Stelle völlig verkrautete Tollense kämpfen.

Am Rastplatz Mühlenhagen sollten wir eine Pause einlegen- ansonsten hat man bis Klempenow dazu
keine Möglichkeit!
Wer gut auf Schusters Rappen unterwegs ist und kleine Racker dabei hat, kann ca.1 km Fußmarsch
bewältigen und dem Erlebnispark  Mühlenhagen einen Besuch abstatten.

Führt die Tollense Niedrigwasser, können aufmerksame Beobachter direkt am Steg einen alten Mühlstein entdecken.

Die Tollense schlängelt sich malerisch durch die grüne Weite.
Straßen und Wege sind weit weit weg.

Typisch für die Tollense im Sommer- glückliche Kühe in Freilandhaltung.
Da gibt es Richtung Tollense keinen Zaun- ich habe von Geschichten gehört, daß Kühe auch
schon mal mitten in der Tollense stehen und die Weiterfahrt blockieren!
Meine Meinung: Das gefährlichste Tier im Wasser und an Land ist die Kuh:
Sie zerfrißt Zelte und trampelt auch mal  Löcher ins Boot- aber nicht mutwillig, sondern weil
sie sehr neugierig ist !

Weit und breit keine Hektik
Hat man "Verkehr", so sind das
vielleicht 10 Kanus - mehr hatte ich bei meinen Touren nie gezählt
Wie gesagt hatte- am Wochenende in der Hochsaison gehts auch anders:
Wenn die Kanuverleiher eine Gruppe um die 40 Mann gebucht haben und
wir in solchen Pulk geraten ist es mit der Ruhe und Besinnlichkeit vorbei!

Burg Klempenow in Sicht.
Wer sich nun schon am Ziel wähnt, der irrt gewaltig.
Durch den mäanderförmigen Verlauf der Tollense sind es noch einige Kilometer.
Bis hier sollte auch der letzte Paddler Biberspuren/Burgen und mit viel Glück einen
Biber entdeckt haben.
Das gilt allerdings nur fürs zeitige Frühjahr- in den Sommermonaten versperrt uns der dichte Schilfgürtel die Sicht.


Burg Klempenow war auf Grund seiner strategischen Lage eine über Jahrhunderte umkämpfte Bastion.
Wenn man uralten Geschichten Glauben schenkt, so gab es diese Festung schon zu Zeiten der versunkenen Stadt Vineta.....mit dem Paddelboot wäre es damals von hier erreichbar.....
Auch heute ist die Lage verkehrstechnisch hervorragend:
die B96, ein A20-Anschluß und gute Parkplätze ermöglichen eine schnelle und stressfreie An-u. Abreise.

Ist die Flagge gehisst, so können wir bei einer Burgbesichtigung das  Mittelalter erleben.Wir haben eine ganz persönliche Führung erlebt, wobei gerade unsere Kinder auf  Ihre Kosten kamen: Das Ritterklo wurde begutachtet, bis auf den Burgfried geklettert und finstere Verliese erforscht. Die Ohren wurden ganz groß, als nebenbei erwähnt wurde, daß Knochen im Kerker gefunden wurden; ein behaglicher Gruselschauer lief sichtbar jedem Kind den Rücken hinunter.....daß es Hühnerknochen der Müllgrube waren, haben die Kleinen nicht mehr vernommen

Wir nehmen uns viel Zeit, schauen zurück auf den Horizont, dahin, wo die Tollense verschwindet.
Irgendwo hinter den Hügeln begann unsere Paddeltour.
Rapsblütenduft zieht in unsere Nase und ein erhabenes Gefühl der Zufriedenheit kommt in uns auf.

Am funkenschlagenden Feuer lassen wir unseren erlebnisreichen Tag  zu Ende gehen.

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Auf dieser Paddeltour müssen zwei Wehre umtragen werden. Bei viel Gepäck macht sich ein guter Bootswagen zu Nutzen. Gepaddelt werden kann auch hier mit allen Bootstypen.

Zusammenfluß von Tollense und Landgraben am Klempenower Wehr.
In der Ferne entdeckt man die A20.
Über dem Landgraben wachte früher die Feste Landskron- heute noch
als romantische Ruine erhalten und ein wirklich sehenswertes Stück Mecklenburg



Direkt neben der Straße ist der Steg für die Paddelboote.
Die PKW können wir auf dem Parkplatz vor der Burg Klempenow abstellen.

Schilfmähboot bei der Arbeit.
Am nächsten Wehr wartet auf den Paddler ein schier undurchdringlicher Pflanzenteppich.
Die Dinger funktionieren wie eine Heckenschere und können auch den Grundbewuchs schneiden.
Am folgenden Wehr wird eine Krautsperre errichtet und mittels Bagger der Blattsalat entfernt.
Diese Arbeit ist sehr wichtig: so wird eine Verkrautung verhindert und eventuellen Überflutungen
Einhalt geboten.

Noch mal Glück gehabt.
Das Anlanden ist bei so einer Böschung  inclusive des abgemähten Seegrases ist nicht gerade einfach.


Schloß Broock liegt noch im Dornröschenschlaf.
Hier gibt es auch einen Kanuverleih mit Übernachtungsmöglichkeit.


Wir machen fest und begeben uns auf eine Besichtigungstour zum Schloß.
Leider ist der Bauzustand in einem beklagenswerten Zustand.
Hier kann man nur die Daumen drücken,damit dieses Wahrzeichen einer glanzvollen Epoche der mecklenburgischen Herrenhäuser nicht zu Staub und Asche zerfällt.

An die Tollense zurückgekehrt, wird erst mal eine schöne zünftige Brotmahlzeit abgehalten.

Kühe sind neugierig.Beklemmend ist das schon,wenn so eine Herde zum "Kanugucken"ans Ufer rennt und nur durch den kleinen Weidezaun aufgehalten wird.Ich habe mich schon immer gefragt, warum wir die schwarz-weißen und die Bayern die braunen Kühe haben:Die braune ist als Fleischkuh, die schwarze als Milchkuh gezüchtet.

Der Wasserwanderrastplatz Vanselow hat sogar eine kleine Badestelle.

Richtige Windmühlen sind auch in Mecklenburg nicht mehr häufig anzutreffen.

Wasserwanderrastplatz Sanzkow.
Wir werden von der Besatzung eines mit Motorpanne liegen gebliebenen Bootes neidisch beobachtet.

Eisenbahnbrücke im Sonnenuntergang.
Wir nähern uns der alten Hansestadt Demmin



Brücke am Haus Demmin
Wenn noch etwas Zeit ist, sollten wir anlegen und diese  Wehranlage besichtigen!
In der Ferne erkennen wir das Wahrzeichen von Demmin: die St. Bartholomaei - Kirche.
Von 1238 bis 1607 war Demmin Mitgied der Hanse

Castrum Dimin.
Hier lagerte Otto von Bamberg auf seiner 2. Missionsreise im Jahre 1128.
Vor vielen Hundert Jahren beherrschte diese Feste den Zusammenfluß von Tollense und Peene.
Die nur noch schmenhaft erkennbaren Wehranlage ist auch heute noch sehr  imposant.
Die Burg  hielt im Dreißigjährigem Krieg lange den anstürmenden schwedischen Truppen stand bis sie  1631 niedergebrannt wurde.

Das Ende der Tollense.
Hier ist die unscheinbare Mündung in die Peene.
Nun liegen 65 km mecklenburger Flußlandschaft
hinter uns..... die Peene wartet

Wasserwanderrastplatz Demmin
Die hier ankernden Boote sind oftmals hochseetauglich:
Von  Demmin sind über die Peene der Kummerower See oder die Ostsee gut zu befahren.

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Der Ausgangspunkt ist das Städchen Burg Stargard.Einen Besuch der Burg, des Tierpakes und  das  berühmte Softeis dürfen Sie nicht verpassen.
Diese Tour ist nur bei entsprechendem Wasserpegel, 10-Meter-Seilen an den Booten und einer eingespielten, erfahrenen Crew zu meistern. Erschwert wird die Fahrt durch ständiges Umsetzen an den zahllosen Baumhindernissen und eingezäunten Grundstücken entlang der Linde.Deshalb kommen nur leichte Boote mit geringem Tiefgang in Frage.Auf Gepäck sollte wegen der vielen Strapazen verzichtet werden.

Gruppenbild  vorm Start.
Wir schreiben Februar und 10 Grad Celsius. Die Linde führt Hochwasser.
Nun ist die Zeit gekommen ein Projekt anzugehen, von dem wir immer nur gesprochen haben...
paddeln auf der Linde zwischen Neubrandenburg und Burg Stargard

Auf Höhe der Feuerwehr starten wir unsere Tour.
Schon das Einsetzen gestaltet sich wegen der hohen Böschung nicht gerade einfach

Endlich sitzen wir im Boot.Die Linde hat eine richtige Strömung und mäandert stark.



Die Brücken an der Flachsröste sind marode und verrostet.

Das Wehr an der Flachsröste ist nicht befahrbar (jedenfalls nicht für uns Otto-Normalverbraucher).
Wir brauchen eine gute halbe Stunde, bis wir uns einig sind, wie die Boote da rüber kommen.

dieses Wehr hätten wir geschafft

Hier passen wir gut durch. Der Vorteil der Besatzung des 2. Bootes ist es genau zu schauen, wie die Vorgänger die Hürden meistern und die Ideallinie herauszufinden.

Das ist ein Hindernis der kleineren Art. Den schmalen Baumstamm kriegen wir geräumt und haben freie Fahrt.

Was geht und wenn, wo lang ?

Beiderseits der Linde grasen Pferde und Ponys auf den weitläufigen Weiden.
Dieses treue Pferdchen begleitete uns gute 100 Meter, während wir die Kanus umsetzten.

An jeder Ecke hält die Linde  Stromschnellen und  Hindernisse für den Paddler und Abenteurer bereit.
Wer die Linde paddelt genießt die pure Natur und Ruhe, nur ist wenig Zeit das alles auf Zelluloid zu bannen:
die Strömung, große Steine und Hindernisse verlangen paddlerische und turnerische Höchstleistungen.

An der Papiermühle wird gegrillt. Es ist schon 15:00 Uhr-wir haben uns mit der Tourdauer völlig verschätzt.
Wer nach uns diese Tour fahren will, sollte hier bis zum nächsten morgen rasten.

Auf Höhe der Papiermühlenruine wurde in die Linde eine Fischtreppe gebaut.
Ob an der Geschichte nun was Wahres dran ist, oder nicht: hier soll letztens sogar einer einen Hecht gefangen haben....
Diesen Streckenabschnitt können wir nicht befahren: es heißt schon wieder 300 Meter Boote schleppen.

Wir erreichen das Mühlenholz und hoffen nun auf weniger Hindernisse

Uns überrascht die hereinbrechende Dunkelheit.Wir müssen treideln, um die Boote nicht zu beschädigen....
Fazit: diese Tour ist  nur mit robusten Einern zu meistern !

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Bei Ankunft fängt es wie aus Eimern an zu gießen. Wir stoßen unsere heutige Tagesplanung um und beginnen unsere Paddeltour mit einer Besichtigung der Burg Penzlin.

Im dunklen Verlies stehen originale Folterinstrumente, mit denen zu Zeiten der Hexenverfolgung Qualen und Leid verbreitet wurden. Stuhl und Daumenschrauben dürfen ausprobiert werden.

Am frühen Nachmittag starten wir unsere  Paddeltour vom Penzliner Badestrand.
In Penzlin hat sich allerhand getan: Viele Häuser wurden rekonstruiert, der Marktplatz neu gestaltet und eine Umgehungsstraße leitet den regen Fernverkehr um die Stadt weit weg von den erschütterungsempfindlichen historischen Altbauten.Auch der See ist durch ökologische Nutzung der Landwirtschaftsflächen und sachgerechter Klärung der Stadtabwässer deutlich sauberer geworden.

Ein kleines Boot und Anglerglück warten auf viele Penzliner an den Ufern des Stadtsees.


Den kleinen und den großen Penzliner Stadtsee verbindet ein kleiner Bach. Hier kommen nur Paddler weiter, denn der Wasserstand ist äußerst niedrig. Unser erster Eindruck:
Urwald pur.

Wir haben unsere kleine heile Welt erpaddelt:
Mecklenburger Hügellandschaft mit Kühen, Wald und Wasser.
Uns umgibt eine gesunde Naturlandschaft, Ruhe und eine artenreiche Tierwelt Das suchen Paddler und Naturfreunde.

Kormorane sind Beleg für den Fischreichtum der Penzliner Seen.


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Der Wanzkaer See liegt abseits der bekannten Urlauberströme und bietet naturverbundenen , ruhesuchenden Urlaubern das, was sonst nirgends zu finden ist: eine ursprüngliche Kulturlandschaft.Auf dem See sind Motorboote nicht erlaubt. Das einzige, was regelmäßig Krach macht, sind Züge, die auf der Strecke Berlin-Stralsund unterwegs sind. Kanu und Bootsverleiher gibt es nicht, dafür aber viele gemütliche Ferienwohnungen (incl. Ruderboot und Fahrrad). Wir paddeln eine ganze Runde um den See, immerhin 12 Kilometer.


Dieses Foto schafft es bei Weitem nicht, das Gefühl auszudrücken, welches man beim Betrachten dieses herrlichen Panoramas empfindet. Eine sanfte Hügelkette umsäumt den See, der sich im Horizont verliert.
Vor der Autobrücke sollten Sie nun rasten und sich nach links in den Wald schlagen....

... und Ihre Entdeckungstour durch die Ruine der Mühle im Nonnenbachtal kann beginnen.
Für Mecklenburg eine gewaltige Schlucht ,erblicken Sie -fast wie die alten Mayastädte- ein vom Dschungel
umwuchertes Bauwerk.

Die Wanzkaer Zisterzienserinnenklosterkirche ist täglich von 15:00 bis 17:00 geöffnet .
Hier kann man in den Sommermonaten schöne Konzerte erleben.

Der Badestrand bietet ideale Einsetzmöglichkeiten für alle Wassersportler....
und einen geeigneten Flugkorridor für diese Biene...


Abgestorbene Bäume sind deutliche Zeichen für Kormorane. Ihr ätzender Kot bedeutet häufig den Tod
der Bäume.

Am Ufer des  Wanzkaer Sees  sind  zahlreiche Kormorane zu Hause. Von einer Kolonie kann man glücklicherweise  noch nicht sprechen.
Wie gesagt für die Baum- und Fischwelt ist der Kormoran, tritt er in Massen ,auf eine Plage.
Natürlich ist der Kormoran für die Fischerei der ärgste Konkurrent. Hat der Kormoran einige Tauchgänge für seine Jagd nach Fischen hinter sich, muss er sein Gefieder im Wind und in der Sonne trocknen, ansonsten geht er , wenn er schwimmen will ,unter.



Auf die Insel im See haben wir uns nicht gewagt- eine aufgeschlitzte Faltboothaut wiegt das ganze nicht auf...


Das hat der Bauer gut gemacht: Die Viehtränke  wurde für den paddelnden Fotografen am Ufer platziert.

Hier  endet der See  und  das  Bächlein "Nonne" fließt Richtung Tollensesee.
Im Laufe der Jahrtausende schuf  das kleine  Rinnsal einen  tiefen Einschnitt in die Landschaft und so entstand das  Nonnenbachtal- stolze 41 Meter Gefälle auf ungefähr 6 Kilometer !
Wer noch einen Tag Zeit hat sollte Schusters Rappen schnüren und durch das Naturschutzgebiet bis Usadel wandern. Eine einzigartige Tier- und Pflanzenwelt erwartet uns.

Am frühen Morgen war noch alles ruhig. Jetzt, als wir die Paddeltour beenden ,herrscht geschäftiges Strandleben und am Volleyballnetz gibt es Matchball.


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Unsere Paddeltour führt uns vom Rostocker Stadtzentum bis nach Warnemünde.
Hier wollen wir unser obligatorische Fischbrötchen zu uns nehmen.Die Strecke für Hin- u. Rückfahrt beträgt 26 km. Für diese Tour sind Schwimmwesten und Spritzverdeck dringend anzuraten! Wer hat, ist hier mit einem Seekajak richtig beraten.
Grundsätzlich gilt:
Der Paddler hat im Fahrwasser, also zwischen roter und grüner Boje nichts zu suchen.
Hier herrscht zur Sail so viel Trubel, daß sogar die großen Autofähren von der Wasserschutzpolizei
beim Auslaufen eskortiert werden müssen!
Ganz unangenehm sind die Wellen, weil sie von den Kaimauern zurückschlagen.
Mit Kleinkindern und Nichtschwimmern ist diese Tour nicht anzuraten !

Los geht die Tour von Gehlsdorf Ecke Fährberg/Wellenweg.
Vom Einsetzpunkt hat man mit den schönsten Blick auf die Rostocker Altstadt.
Wir haben alles gewagt und haben mit Faltboot und Segel die Hansesail beglückt.
Diese Tour war ein ganz besonderes Erlebnis.

Früher Vogel fängt den Wurm, also sind wir schon um acht auf dem Wasser und genießen den
Panoramablick.
Noch ist wenig Schiffsverkehr, was sich aber bald ändern sollte.


Zur Sail ist das mit kleinen Booten so eine Sache:
Das Linke Warnowufer ist für die Seefliegerei belegt,
im Fahrwasser zu Paddeln ist meines Erachtens zumindest zur
Sail eine ganz wacklige Angelegenheit

Die Reste der schwimmenden Gärten des IGA- Parkes.


In Groß Klein ist ein guter Rastplatz.
Zur Sail kommt alle Nase lang ein interessantes Schiff.
Wir haben bei Kaiserwetter unseren Grill angeschmissen.

Der alten Strom in Warnemünde ist erreicht und die Drehbrücke passiert.
Hier ist das Wasser angenehm ruhig und im Gegensatz zu den vielen Sailbesuchern
haben wir im Boot Platz ohne Ende.
Es ist kein Witz: Zur Sail wird auf der Brücke mittig ein Seil gespannt und die Security
achtet peinlich genau auf jeden Passanten ,der nicht rechts geht.
Der Besucherstrom ist wirklich gigantisch, so daß hier die Passanten im Stau stecken würden.


Die Crew beim wohlverdienten Landgang.
Die Warnemünder Möwen sollten mit Vorsicht zu genießen sein.
So mancher Tourist, der herzhaft in sein Fischbrötchen beißen wollte, ist
es an diese tollkühnen Flatterer losgeworden.
Fröhliches Gelächter und angstvolle Blicke in die Lüfte der noch glücklichen
Fischbrötchenbesitzer sind da mit eingeschlossen.

Während der Fahrt hatten wir Glück:
Der Wind wehte bei Hin-u. Rücktour immer in unsere Fahrtrichtung.
Somit haben wir viel Kraft gespart.

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Die heutige 13 Kilometer- Tour führt uns rund um die Insel Lieps.
Der Schweriner Außensee hat in seinen Uferbereichen großflächige mit Steinen und scharfkantigen Muscheln übersäte Flachwasserbereiche- für Faltbootfahrer nicht gerade unkritisch.
Unsere Tour beginnt in Retgendorf und hat als erstes Ziel Schloss Wiligrad- es geht 5 Kilometer über den offenen See. Anfänger sollten sich nicht überschätzen !

Optische Finessen, wie sie nur in unserer mecklenburgischen Heimat zu finden sind:
Rapsfelder ,ein waldumsäumter tiefblauer Schweriner Außensee und ein himmelblauer Horizont....
fühlt und schmeckt sich wie Traumurlaub an !

Unser Urlaubsquartier haben wir im Ferienpark Retgendorf bezogen.
Die Besatzung ist startklar und macht sich auf den Weg zum ca. 400 Meter entfernten Schweriner Obersee.
Unsere Frauen sind sich allerdings in Ihrer Tourenplanung einig:Sie entscheiden sich für eine kurze Autofahrt und einen ausgiebigen Stadtbummel durch Schwerin.

Schloß Wiligrad- benannt nach der Stammburg der Obodriten- ist nach einer Stunde Paddelei in greifbare Nähe gerückt.

Im großen See retten wir einen schon ertrunken geglaubten Maikäferkönig.
Nachdem seine Flügel getrocknet waren, brummte er seines Weges

Das Anlanden unterhalb des Schlosses ist gar nicht so einfach:das Wasser ist keine 30 cm tief und endet an einem Steilufer... wir nutzen einen privaten Bootssteg

Die kapitalen Barsche, welche vorher unter unserem Boot schwammen, haben wir auf die Schnelle nicht fotografieren können.Wir sehen einen Rapfen  in seinen Jagdgründen.... das ist die einhellige Meinung des geballten anglerischen Sachverstandes meines Bekanntenkreises...
Ich sah den Fisch selbst und kann nur sagen, daß es keine Brasse war ...dieser Fakt birgt eine gute Steilvorlage für endlose Diskussionen am abendlichen Lagerfeuer....Fakt ist, dass der Fisch groß war...spät am Abend  wird er riesig...

ich verrate an dieser Stelle nicht, welches goldene Tier auf dem Dach thront

Es sind die Details am Schloss, wie diese Tür, die den Besucher in ihren Bann ziehen
Alles ist mit feinstem Terrakotta verziert.

Der Baumbestand des Schlossparkes ist äußerst vielfältig und besteht auch aus sehr seltenen Exemplaren

Hier hat ein Liebhaber schon mal Vorsorge für sein aufwändiges Hobby getan

Die Insel Lieps darf betreten werden. Das nutzen zahllose Wassersportler auch ergiebig aus. Stellt sich für mich nur eine Frage:
Wo fängt der Schutz unserer Natur eigentlich an ? Ist es die Einsicht eines jeden Wassersportlers oder
wie ich meine sind es  preiswerte  Campingplätze, die es schon lange nicht mehr gibt ?
Berechtigte Kritik macht sich mit etlichen Schildern wie "Schutz der Uferzone" breit.


Wir steuern das Hotel Seewisch an und schlürfen  unter Schatten spendenden Sonnenschirmen kühle Getränke.Raucher aufgepasst: Es gibt hier keinen Aschenbecher und keinen Zigarettenautomaten !An und für sich ist das eine hervorragende Idee, nur als "Kapitän" machte ich mir schon Sorgen um meinen besten Schlagmann, der nur mit entsprechendem Dampf auch willig seine Leistung bringt.Es war wirklich an dieser Stelle nicht möglich, eine Ration Zigaretten für die Mannschaft zu bunkern...Nichtraucher frohlocken!

Selten kann man solch schönen Sonnenuntergang genießen- wir sind das einzige Boot auf dem riesigen See...

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Diese Tour durch unsere mecklenburger Landeshauptstadt macht Lust und Laune.
Kultur  und Geschichte,umrahmt von einmaliger Architektur und einer herrlichen Naturlandschaft
sind die überzeugende Trumpfkarte dieser  Partie.
Ziel ist das Schweriner Schloss- Sitz der Landesregierung und des Petermännchens, dem berühmten Schlossgeist. Wer als Kind mit Märchen groß geworden ist, findet hier endlich das Märchenschloss.
Die Gesamtdistanz beträgt 11  Kilometer  und geht über offene Gewässer. Der Schweriner See ist ein Großgewässer- deshalb rate ich von einem Kanu ab.

11 Uhr: Wir starten vom Badestrand in Zippendorf entlang des Westufers Richtung Schloss.
Das Schöne an dieser Tour ist der Sichtkontakt mit dem Paddelziel.
Die Kuppeln des Schlosses sind gut zu erkennen und so verlässt auch den faulsten Paddler nie der Mut und die Hoffnung.

Altstadt, Dom und Schloss vom Wasser sind ganz schick anzusehen.
Ein Stadtbummel durch Schwerin lohnt sich immer !

Wir paddeln nach Backbord unter der Drehbrücke hindurch.
Ab hier gilt absolutes Motorbootverbot und endlich haben Paddler in Schwerin in bester Lage einen See für sich...


Diesen Blick auf die Unterkonstruktion der Brücke gebührt nur dem Paddler...





Schlossinnenhof.
Wer ebenerdig unter dem Reiter durch will, muss zur Landesregierung von Mecklenburg Vorpommern gehören.

Bei einem Landgang durch den angrenzenden Schlosspark kamen wir mit den Parkwächtern ins Gespräch.
Die Herren verzogen ganz schön Ihre Mienen, als wir fragten, ob man hier paddeln dürfe.....
"Es würde wohl sehr sehr teuer werden" entgegneten Sie äußerst energisch aber wiederum recht froh aufgelegt- "zuständig in diesem Fall, obwohl ein Schloßteich, wäre die Wasserschutzpolizei"
Eigentlich ganz logisch, schließlich dürfe man ja auch kein Fahrrad im Park fahren.......
Zu Fuß ist die ganze Sache auch nicht schlecht.

Nach der Schlossumrundung paddeln wir mit gehörigem Appetit zum Seglerheim.
Der Magen knurrte und  die Enttäuschung war groß: es gab kein Essen, die Alternative wäre ein Brunch für 17,50 € die Nase und dazu das alles bei brütender Hitze ohne Sonnenschirm.
Wer als aufmerksamer Leser auch ein guter Rechner ist, kommt schnell bei unserer Personenzahl auf ein
erquickliches Sümmchen. Gastlichkeit sieht anders aus !

Wo wir nun schon mal hier sind, nehmen wir ein kleines Getränk und Eis zu uns, in der Hoffnung
auf Kaninchenwerder satt zu werden.

Wir paddeln stramm 2 Kilometer über den offenen See ostwärts und wir erreichen unser nächstes Ziel : die Insel Kaninchenwerder. Wir nehmen einen Imbiss beim "Kleinen Seeadler".
Der hungrige Paddler sollte vorab den Fahrplan der Weißen Flotte studieren und möglichst vor dem Dampfer in der Kneipe aufschlagen.Ansonsten heißt es lange an der Schlange warten, warten, warten und mit etwas Pech sind die Pommes alle...



Nachdem wir ausgiebig gebadet und gespeist haben, begeben wir uns auf eine gemütliche Wanderung zum Aussichtsturm
Das ist eine wilkommene Abwechslung nach stundenlanger Paddelei.
Viele Schautafeln erklären dem Unkundigen die Tier- und Pflanzenwelt und wer vom Wandern nicht genug bekommt, begegnet unter Garantie beim kompletten Inselrundgang keinem Nordic Walking Sportler.
Uns genügt der Turm.


Von hier oben genießen wir den Blick auf Schwerin und die herrliche Landschaft

Am Strand und Anlegeplatz herrscht zu jeder Tageszeit geschäftiges Treiben

Nun geht es mit Windunterstützung wieder Richtung Zippendorf.
Der Strand hat sich mit unzähligen Badegästen gefüllt.
Als Landmarke, die wir ansteuern, dient uns der Schweriner Fernsehturm.




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Auf dieser 9 km- Tour begeben wir uns von der ehemaligen Residenzstadt Neustrelitz über Kammerkanal
und Woblitz zum Zeltplatz Havelberge.
Diese Tour eignet sich bestens für Anfänger und ist mit jeglichen Bootstypen fahrbar.
Wir setzen nach Absprache mit dem Hafenmeister direkt an der Slipanlage des Neustrelitzer Hafens ein.
Das hat zwei Vorteile:
1. können wir zum Be- und Entladen mit dem Auto direkt ans Wasser fahren
2. hier befindet sich auch ein Parkplatz, auf dem wir das Auto parken können

Während wir Erwachsenen das Boot beladen, fröhnen unsere Jungs dem Angelvergnügen.
Auf diesem Bild wird der große Vorteil des Taimen ersichtlich: er nimmt Fracht ohne Ende auf,
hinzu kommen wir zwei Papas und unsere zwei Kinder.
Wenn ich ehrlich bin, hatte ich nicht vermutet alles mitzubekommen.....
Bei so viel Gepäck ist der Trimm des Bootes von enormer Bedeutung, also lieber sorgfältig die Last verteilen,
statt später bei aufkommenden Wind und Wellen in Not zu geraten !

Fleißige Arbeiter erneuern die Uferbefestigung des Kanals.
Der Kammerkanal wurde 1840 bis 1843 angelegt.  Der Wasserspiegel des Zierker Sees wurde seinerzeit erheblich abgesenkt.Dieser Fakt und die über Jahre sträfliche Einleitung von ungeklärten Wässern führte schließlich dazu,daß der Zierker See "kippte".
In die Blume gesagt: durch menschliches Tun ist hier der Lebensraum der Pflanzen und Tierwelt erheblich gestört worden- das Wasser ist schmutzig und stinkt bei warmer Witterung.


Wir fahren in die Schleuse Voßwinkel ein. Für unsere Kleinen ist das höchst interessant.
Am besten man lässt die Kinder die Leiter der Schleuse erklimmen, damit sie sich die Schleusung von oben betrachten können. Ausgangs der Schleuse befindet sich ein Steg, an dem wir die kleinen Paddler wieder einsammeln können.
Falls die Schleuse keine Betriebszeit hat, befindet sich auf der linken Seite eine Bootsschleppe.

5 Stunden nach der Abfahrt aus Neustrelitz ist unser Zelt auf dem Camping- und Ferienpark Havelberge
aufgeschlagen- unser Campingwochenende wird durch einen rauchenden Grill angezeigt.
Ich bevorzuge den Standort unweit der Mole direkt an der Havel. So haben wir die Kinder beim Angeln immer im Auge und ständig Abwechslung durch den Bootsverkehr auf der Havel.

Rechterhand des Badestrandes sind die extra für Paddler eingerichteten Campingflächen.
Der Zeltplatz hat alles was man begehrt: einen gemütlichen Badestrand, einen kleinen Laden, Kinderanimation, Kanuverleih und nicht zu vergessen den in die Bäume gebauten Hochseilgarten.
Eine Restaurant und eine Bühne incl. Live-Musik sind da auf jeden Fall noch zu nennen.
Es gibt einfache Hütten und richtig luxuriöse Feriendomizile- allerdings alles  zu gepfefferte Preisen. Egal wie man dazu steht- hier ist das Geld gut angelegt, glauben Sie es einfach!

Der Junge hat eine "kapitale" Rotfeder geangelt- da muß sein Papa ran und den Fisch küchenfertig machen.
Die Kleinen sind so gebannt, daß der Dampfer nicht wahrgenommen wird.

Wenn dann mal kein Schiff die Havel entlang schippert und auch kein Fisch beißen will sorgen die heimischen
Wasservögel für eine abwechsungsreiche Unterhaltung- man braucht nur entsprechende Brotkrumen anbieten.

Irgendwann ist jeder Paddelausflug vorbei;wir machen uns auf den Rückweg.
Echtes Sauwetter zwingt uns zu einem Nothalt unter der Straßenbrücke direkt an der Schleuse Voßwinkel.
Blitz und Donner gepaart mit extremen Regenschauern zwingen uns dazu.
Wie man sieht unsere kleine Paddler stört das nicht die Bohne.

Die Eisenbahnbrücke der Strecke Neustrelitz-Wesenberg-Mirow liegt vor uns.
Die Brücke ist sehr schmal und bietet keinen Schutz vor den ständig  wiederkehrenden Schauern.
Also paddeln wir weiter.
Mein Spruch lautet in solchen Situationen immer:
Die Tiere im Wald werden auch naß- und sie schützt nur ihr Fell.

Wir fahren aus dem Kammerkanal in den Zierker See.Die Überquerung kann gewagt werden, weil der Himmel sich lichtet.
Als Paddler nehmen wir den kürzesten Weg.
Segler und Motorbootfahrer sollten sich nicht durch das ebenfalls nicht in der Fahrrinne kreuzende
Fahrgastschiff "Antje" täuschen lassen- der See ist wirklich flach!

Einfahrt in den Stadthafen von Neustrelitz. Wir haben unseren Ausgangspunkt der Tour wieder erreicht.
Die zu Wohnungen umgebauten Speicher sind schick anzusehen.

Einen Grund, Neustrelitz zu besuchen möchte ich hier noch ins Feld führen: Die jährlichen Schlossgartenfestspiele bieten jung und alt kulturelle Abwechslung im historischen Ambiente.

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Unweit von Neustrelitz liegt der Fürstenseer See. Hier im Serrahner Teil des Müritz- Nationalparkes
entschließen wir uns zu einer  kurzweiligen Nachmittagstour.
Direkt am Badestrand von Fürstensee können wir mit unserem Paddelboot einsetzen.
Der See ist von tiefen Wäldern umgeben.

Der Fürstenseer See ist der sauberste Klarwassersee des gesamten Müritz- Nationalparkes.

Die angrenzenden Wasserflächen wurden leider, leider gesperrt. Hier jagen Kormoran und Wanderfalke.
Überhaupt findet sich der Urlauber ob der vielen Verbote entmündigt: Badeverbt, Zeltverbot, Befahrungsverbot, Feuerstellenverbot und  Tauchverbot trüben den Urlaubsspaß gewaltig.
Zu DDR- Zeiten war dieser See ein Schlaraffenland für Taucher. Eine  mannigfaltige Unterwasserpflanzenwelt, viele Fische und  traumhafte Sichttiefen erschlossen ungeahnte Perspektiven.

Mitten im See befindet sich eine Insel. Wer den Barsberg erobert, versinkt im Schlick.
Wir haben Urvertrauen, daß Blutegel und anderes Getier keine Freude an uns finden....

Der Geheimtipp an sich ist der Badestrand des ehemaligen DDR- Zeltplatzes C31.
40 Jahre Zeltplatztradition wurden dem Naturschutz geopfert und der Zeltplatz geschlossen.
Viele Menschen parken auf einem Parkplatz an der Strecke Fürstensee - Wokuhl und nehmen einen fast 15 minütigen Fußmarsch in Kauf, um sich an diesem feinkörnigen Sandstrand in absoluter Ruhe zu erholen.
Papierkörbe , DIXI-Klo und die Pflege durch die Gemeinde sorgen für eine angenehme Sauberkeit.


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Diese Strecke ist etwas für Naturliebhaber- es geht durch den Müritz Nationalpark.
Viele aneinander gereihte kleine Seen, keinerlei  Motorbootverkehr, nicht mal Autos hört man -
Ruhe und Natur pur.
Wir dürfen nur an den dafür vorgesehenen Plätzen anlegen und rasten.
Die Streckenlänge (eine Richtung)beträgt 24 Kilometer. Wer nicht so weit Paddeln mag, der sollte in Kakeldütt einsetzen und bis Zwenzow paddeln: auf diesem Stückchen sind die schönsten Seen und teilweise Urwald pur.

Wer zu dieser Tour mit dem Zug anreisen will, für den habe ich einen Übernachtungstipp der besonderen Art:
Der Abenteuerzug in Kratzeburg ist eine Alternative zum alltäglichen Campingplatz.
Hier können wir auch Paddelboote mieten, der Strand ist in Wurfweite und Grillen vor dem Waggon ist selbstverständlich immer möglich.

Die Havel ist  im Quellgebiet ein recht kleines aber sehr sauberes Gewässer.
Viehweiden links und rechts der Havel umsäumt von Wäldern prägen das Landschaftsbild
der ersten Kilometer.



Am Ufer des Granziner Sees sollten wir einen Abstecher beim Töpferhof Steuer fest einplanen. Sie werden mit selbst gebackenen Kuchen verwöhnt und können in einem wunderschönen Garten in neuen Sphären wandeln .Die Farb- und Formensprache der angebotenen Töpferware, die Skulpturen im Garten und das Farbenspiel
der Blumenpracht wird auch Sie inspirieren.

Das beste neben der phantastischen Natur ist der Landtransport der Boote per Lorenbahn.
Eine wilkommene Abwechslung vor allem für die Kinder.
Zu bundeseinheitlichen Feiertagen sollten wir diese Tour meiden.
Die Gegend wimmelt dann nur so vor lauten Tagestouristen.
Ehrlich- so macht das Paddeln keinen Spaß!
Was  fehlt (Stand 2006)sind sanitäre Anlagen und Mülleimer.Hier müsste der Tourismusverband
trotz Nationalparkverordnung dringend etwas tun !

Über die Jahre wird ständig für uns Paddler "aufgerüstet". Nun findet der Paddler vor Ort die
´´Trenntoilette Granziner Mühle"(Stand 2008).

Zitat des angebrachten Hinweisschildes:
"Bitte beseitigen Sie im Becken verbleibende Bremsspuren mit der vorhandenen Bürste. Um die Hände zu reinigen, nutzen Sie das Wasser der Havel."

Für  750 Meter  wird sich voll ins Zeug gelegt.
Auf dem Bild ist deutlich zu erkennen, daß die Nachhut abgeängt wurde.

Zum Nachlesen der Aushang vor Ort.
Nicht vergessen: Es herrscht wie auf unseren Straßen Rechtsverkehr!
Die Strecke hat teilweise ein leichtes Gefälle, so dass wir mehr halten als Schieben müssen.
Vorsicht: In den Wendeschleifen kommt es manchmal zu Entgleisungen.



Die Bootszählanlage hat Ihren Zweck:
Ist die Maximalbelastung des Nationalparkes durch Paddler erreicht wird die Strecke gesperrt.
Ich glaube über spät oder lang passiert das so oder so, weil einfach zu viele Menschen
die Naturparkordnung mißachten.
Allein das ist der Grund, warum jeder der diese Tour schon immer  fahren wollte das bald machen sollte!

Der Rastplatz Blankenförde ist erreicht.
Ein Imbiss inclusive Chemo-Clo warten.
Am Straßenrand ist ein öffentlicher Aushang- eine wirklich nützliche Sache:
Wir finden Infos vom Kanuverleih, Shutteldienst, Gaststuben und Hotels 
bis hin zu Tanzveranstaltungen.

Neben Wäldern, Feldern, Seen und Flüssen gehören auch Pferde in unsere mecklenburgische Landschaft.
Dieses schöne Tier hat sich darauf spezialisiert bei den Paddlern zu schnorren....

In Blankenförde sind viele interessante Bootshäuschen zu betrachten.

Jetzt beginnt der Nationalpark, so wie ich ihn mir vorstelle:
Hier gibt es keine Wege mehr ! Der Natur wird freien Lauf gelassen.
Kentert man auf diesem Teilstück bei Abenddämmerung, wird sich die Überlebensausrüstung bezahlt machen.



Die Hindernisse überm Faltboot sind gut zu erkennen, bloß welche Gefahren liegen bei solch einer Querung unter dem Wasser ?
Hier gilt im Führungsfahrzeug erhöhte Wachsamkeit, denn ein Loch in der Bootshaut ist recht gut möglich.


Der Useriner See ist das größte Gewässer dieser Tour.
Am Nordufer gibt es ein sehr schönes Echo - das ist
noch viel besser als das Trompetensoloecho auf dem  Königssee.... nur hier hat man es gratis.
Bei einer frischen Briese kam unser Equipment voll zum Einsatz: der Regenschirm.
Er schützt vor Regen und ist immer ein super Segel.


Die Useriner Schleuse verbindet den Useriner mit dem Großen Labussee.
Die Schleusenöffnungszeiten sind nur 3 mal täglich. Für uns Paddler kein Problem,
da hier eine sehr schöne Bootsschleppe vorhanden ist.

Die Tour endet in Zwenzow an der Badestelle.
Wer die Tour verlängern will hat vor Ort einen Zeltplatz.
Wir haben uns vom Kanutaxi zum Ausgangspunkt fahren lassen.

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Unsere Tour beginnt am Plätlinsee in Wustrow und führt uns bis nach Strasen in den Großen Pälitzsee.
Die Strecke beträgt ungefähr 27 Kilometer- also perfekt zur Gestaltung eines Wochenendes.
In Wustrow gibt es einen Kanuverleih - also wer kein eigenes Boot hat ist auch kein Problem.



Start am Badestrand in Wustrow. Unser Auto lassen wir im Ort stehen.
Wenn der Vater mit dem Sohne......
Das sind Fotos und Erlebnisse, die ich als Opa bestimmt noch zum Besten geben werde !
Das Wetter perfekt, die Laune ungetrübt, ein kühles Bier und eine gute Zigarre an Bord- was will man mehr ?
Wir machen noch ein Foto fürs Album und dann stechen wir ins Abenteuer und in die "hohe See".

Wir haben den Plätlinsee durchkreuzt und so wie es sein muß und geschrieben steht:
Schwäne begrüßen uns Eingangs der Schwaanhavel.

Nun erwarten uns 3,5 km Abenteuer pur:
ein schmales und nicht immer tiefes Rinnsal windet sich durch enge Kurven der Havel zu.
Mit Bildern kann ich es nicht beschreiben, aber ich kann getrost aus Erfahrung sagen:
wären hier Piranhas, so würde man sich in den unschiffbaren Gebieten des Orinoco wähnen !
40 cm über der Wasseroberfläche querliegende Bäume dürfen den Abenteurer nicht zum Aufgeben zwingen.
Selbst die Mücken und Libellen erscheinen einem hier viel größer.

Ausgangs der Schwaanhavel in Sichtweite der Schleuse Wesenberg wird Rast gemacht.
Unseren Jungs steht die Anstrengung noch ins Gesicht geschrieben.

Auf der Havel beginnt der Motorbootverkehr.
Viele Wassersportler nehmen auf uns Paddler Rücksicht und verlangsamen die Fahrt.

Die Holzbrücke Ahrensberg spannt sich über die Havel.
Auf dieser Ecke lädt der Fischer zum Schmaus ein.

Es geht weiter Richtung Drewensee.

Übernachtet wird auf dem Campingplatz am Drewensee.
Nach dem Zeltaufbau  machen  wir uns den Spaß und simulieren eine Kenterung.
Eine wichtige Erfahrung: so schnell und einfach geht das gar nicht.
In den meisten Fällen geht das Boot nicht unter, so lange man nicht versucht draufzuklettern.




Einfahrt in die Schleuse Strasen.
Es ist ein alter Brauch dem Schleusenwart ein
Honorar in Form von Naturalien zu gönnen.
Die Schleusenwärter tuen stets pflichtbewusst und akkurat Ihren Dienst.
Ein großer Dank gilt dieser Zunft, schließlich sind Sie es , die unseren Urlaub auf dem Wasser
nicht an den zahlreichen Schleusen Mecklenburgs enden lassen!

Nach der Schleusung steuern wir linkerhand den Badestrand in Strasen an.
Während unsere Jungs die Boote entladen und noch mal  baden machen wir Autofahrer uns zu Fuß auf, um die Wagen aus Wustrow zu holen. Das dauert ungefähr eine Stunde und ist gar nicht so schlimm, wie wir eigentlich dachten.

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Unsere Truppe stellt sich  für das obligatorische Gruppenbild in Pose.
Wir schreiben das letzte Aprilwochenende 2007. Eigentlich sollte es heute
nach Vipperow gehen, aber bei Windstärke 5 ziehen wir unseren Plan B aus der Schublade:
wir paddeln erneut die Schwaanhavel.

Die Boote werden in Wesenberg am Badestrand, direkt an der B 198 eingesetzt.
Der Woblitzsee macht von hier einen guten Eindruck.

Doch kaum sind wir auf dem Wasser zeigt dieser See seine Tücken.
Ich kann an dieser Stelle wirklich nur jeden mahnen, nur mit einer erprobten und gut ausgerüsteten Mannschaft sich bei solchen Verhältnissen hinauszuwagen!
Immer wieder kommen leichtsinnige Wassersportler zu Schaden, oft sind es auch tragische Unglücksfälle!

Nach 5 Minuten harter Paddelarbeit erreichen wir die Havel und unterqueren die B198.
Wir schauen uns prüfend nach dem zweiten Plünnenkreuzer um - alles im Lot.
Der gemütliche Teil kann beginnen... aber  denkste- es kommt doch wieder alles anders als geplant.....

...... Bauarbeiten am Düker versperren uns die Weiterfahrt.
Dabei haben wir noch Glück: auf der anderen Seite liegen schon Berliner an der Schleuse mit Ihren Yachten fest- und die sind so richtig sauer.
Wir schicken einen Mann über die Baustelle und entscheiden uns fürs Umtragen zwischen Bagger
und Warnschildern  mit der Aufschrift :"Stromkabel im Wasser".
Bloß gut, daß die Bauarbeiter heute frei haben, sonst wäre auch für uns hier Feierabend....

Das Wasser ist wieder ruhig. und Strömung ist so gut wie nicht vorhanden.
Bedenken wir die vom Wetterbericht angesagten Windstärken, können wir schon jetzt sagen, daß wir uns richtig entschieden haben.
Wir steuern die Schleuse Wesenberg an. Auch die ist nicht in Betrieb.

Glücklicherweise ist an dieser Stelle eine Bootsschleppe vorhanden.
Verzinkte Stege und eine super Loore aus Edelstahl sind ein gutes Beispiel
für den Stellenwert der Paddler in dieser Region.

Mit vereinten Kräften sind die Boote ruck zuck  auf der anderen Seite im Wasser.

..... und eine leere Schleuse, ohne Schleusenwärter ist immer ein Foto wert.
Der Höhenunterschied zwischen Woblitz und Havel ist schon enorm.

In Sichtweite der Schleuse biegen wir nach Steuerbord in die Schwaanhavel ab.

Nicht nur altersschwache Bäume versperren den Weg,auch  die Fruhjahrsstürme haben Ihre Spuren hinterlassen.Wer die Schwaanhavel fährt sollte sich des schmalen Grates zwischen Naturschutzgebiet und Paddeltourismus stets bewußt sein. Gäbe es hier nicht ständig die guten Leute mit der Motorsäge (was ja
für naturbelassene Flächen nicht gern gesehen wird...), würde die Schwanhavel wirklich unpassierbar sein!
Also stets vor der Tour dran denken, daß Hindernisse eigentlich erst zur Hauptsaison entfernt werden...

..... gerade die vielen vielen Hindernisse machen den Reiz dieser Tour aus.
Im undurchdringlichen Dickicht verbirgt sich eine reichhaltige Tier- und Pflanzenwelt.
Die Vogelarten sind sehr mannigfaltig- von Stockenten über Schwäne bis hin zum Eisvogel ist hier alles vertreten

...... meine Crew ist froh auf dem Hochsitz keinen Jäger mit geladener Flinte zu entdecken...

Der Strand in Wustrow ist erreicht- das Ende einer munteren Segellfahrt über den Plätlinsee.
Die uns entgegenkommenden Paddler schauen neidisch auf Regenschirme und Segel.
Wir sind in dieser Situation  richtig happy.
Nur beim Rückweg- da treffen wir die selben Paddler- ändert sich das Gemüt- wir sind nun
bei hartem Gegenwind die angeschmierten und die anderen sind fröhlich....

.....die herabfallenden Wassertropfen glitzern in der Abendsonne wie kleine Diamanten.

Die Schwaanhavel ist zwischen 2 und 5 Meter breit. Bei Gegenverkehr mit ungeübten Paddlern
sollten wir etwas Nachsicht haben, schließlich sind die meisten Boote zwischen 4 und 5,70 m lang und
gerade in den vielen Biegungen wird es richtig eng.

Die Flora und Fauna im Uferberbereich ist sehr sensibel und sollte wirklich nicht betreten
werden.

Unsere Tour beenden wir in der neu erbauten Marina Wesenberg. Wir holen die nur 400 Meter
entfernt abgestellten Autos und sparen so das nervige umtragen am Düker.

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Der Klassiker : die Alte Fahrt von Mirow zur Müritz.
Durch den Bau des  Bolter Kanals wurde die natürliche Wasserscheide zwischen Müritz und Havel durchbrochen und seit 1837 für die Frachtschiffahrt nutzbar gemacht.Die damaligen Frachter wurden besegelt.
An den Kanälen wurden Treidelpfade angelegt, um die 50 Tonnen ladenden Holzschiffe an Seilen entlang des Ufers zu ziehen. Zur Fracht zählten Holz, Getreide und Ziegelsteine: Hauptabnehmer waren Berlin und Hamburg.
Warener Weizen wurde damals an der Hamburger Börse gehandelt- die Elde-Müritz-Havel-Wasserstraße machte es möglich. Dann brach die Zeit der Dampfmaschine an und die Eisenbahn lief den Frachtschiffen ihren Rang ab; die Wasserstraße verlor Ihre Bedeutung.Das Endgültige Aus für die durchgehende Schiffahrt kam mit der Polizeiverordnung vom 6.7.1936: der Bolter Kanal wurde gesperrt und der Mirower Kanal in Betrieb genommen. Daher auch der Name "Alte Fahrt"- der Mirower Kanal ist sozusagen die "Neue Fahrt". Doch nun zur Streckenbeschreibung:Es geht durch die Kernzone des Müritz Nationalparkes. Wer Augen und Ohren offenhält entdekt malerische mit Schilf eingedeckte Bootshäuser bis hin zum adulten Seeadler  alles, was unsere mecklenburgische Seenlandschaft zu bieten hat.Die Entscheidung wird Ihnen schwerfallen: beobachten Sie die Natur und lassen alles auf sich wirken, oder wollen Sie lieber Fotos schießen (und da sei gesagt, dass hier eine professionelle Ausrüstung entscheidend ist- Tiere lächeln nicht fürs Foto und verschwinden schnell ins sichere Dickicht...) und sich hinterher von anderen erzählen lassen, was Sie alles nicht gesehen haben? Sie hatten ja gerade mit dem Fotoapparat zu tun ......

Wassersportler, Urlauber, Tourismusbranche und Einwohner wehren sich bislang erfolgreich mit einer Bürgerinitiative gegen einen geplanten Bombenabwurfplatz der Luftwaffe.
Mit Millionenförderungen der öffentlichen Hand , durch  privates Unternehmertum und den damit verbundenen Risiken wurde Mecklenburg zur beliebtesten Urlaubsregion Deutschlands.
Der Tourismus ernährt unsere Region. Fluglärm und Bombendetonationen würden die Urlauber vertreiben und damit Steuergelder und private Investitionen zunichte machen.
Im Nationalpark/Naturschutzgebiet darf der einfache Bürger nicht mal Pilze sammeln- die Natur soll ja geschützt und erhalten werden-aber Tiefflüge und Bombenabwürfe sollen die Einwohner so einfach hinnehmen? Gegen diesen Irrsinn stellen sich engagierte Mecklenburger !

Die Kinder sind schon seit Tagen aufgewühlt und fiebern dem Start unserer Paddelreise heiß entgegen.
Nun ist es endlich so weit: Die Seebär liegt im Wasser und wartet darauf das Nass zu pflügen.
Wir starten wie immer vom Strandbad Mirow.

Heftiger Wind und Regen kommen auf- wir müssen notgedrungen Schutz im Schilf suchen.
Ein Kanu , besetzt mit einem Papa und zwei Kleinkindern wird Spielball des Windes. Eine unmittelbare Notsituation ist noch nicht entstanden, aber der Papa gibt auf und lässt sich vom Wind treiben- keine Kraft mehr. Schwimmwesten und ein kentersicheres Kanu geben nun den notwendigen Halt und die späte Einsicht, rechtzeitig das schützende Ufer anzusteuern...

Wir erreichen die Kanustation Granzow und machen Rast.
Der Regen hat glücklicherweise ein Ende gefunden.

Kilometerlange Seerosenfelder säumen unseren Weg. Nicht verwechseln sollte man diese Pflanze mit den wesentlich häufiger auftretenden Teichrosen, die sind gelb.Naturfreunde wissen diese einmalige in Deutschland vorhandene Schwimmblattpflanzenfauna zu schätzen!

Schillersdorfer Teerofen
Hier haben Kanuten schlechte Karten: "Privatsteg".
Wir sollten die Privatsphähre akzeptieren, auch wenn es noch ein weiter Weg bis zur nächsten Anlegemöglichkeit ist.

Für Motorboote gesperrt, dürfen die Fahrgastschiffe dennoch bis auf den Leppinsee und bieten
somit den Nichtkanuten ebenfalls ein bleibendes Naturerlebnis.
Passieren wir die Fahrgastschiffe darf kräftig gewunken werden- ein zwei nette Leute sind immer an Bord,
die unseren Gruß erwiedern.

Schwäne im Anflug.
Überhaupt ist die Natur sehr nah, das Wasser sauber und die Landschaft unberührt.
Je länger wir paddeln, um so größer wird unsere innere Ruhe.

Eine junge Ringelnatter kreuzt unseren Weg beim Landgang.
Wenn Sie Kinder mit auf Tour haben, müssen Sie jetzt wie aus der Pistole geschossen antworten:
"Nicht giftig, beisst aber". Was glauben Sie, wie schnell Ihr Nachwuchs nun Schuhe haben will....

Im Kanal vom Leppin in den Woterfitzsee begegnen uns viele Wassersportler

Die Umtragestelle an der Bolter Schleuse ist erreicht.
Für Gepäckfahrer ist diese Stelle eine Tortur, weil keine Bootsschleppe vorhanden ist.
Achten Sie an dieser Stelle mal genau auf die Rohrleitung: hier wird über den alten Mühlengraben der Bolter Mühle der Abfluss des Bolter Kanals und somit auch der Pegel der Müritz reguliert.
Da dieses abfließende Wasser ausschlaggebend für die Zuflussmenge zur Havel ist, weckten die Mühle und die Wasserrechte jahrhundertelang Begehrlichkeiten der  preußischen Regierung.

Der angrenzende Kanuverleiher stellt einen schweren Bootswagen zum Transport der Boote zur Verfügung.
Sie sehen schon an der Anzahl der Leute, das es kein leichtes Unterfangen ist.
Hier finden Paddler auch ideale Übernachtungsmöglichkeiten.

Am gegenüberliegenden Einsetzpunkt wird der Wagen dann mit Boot ins Wasser geschoben, bis das Boot schwimmt. Naturfreunde aufgepasst!! Bis zur Müritz ist nun der Eisvogel ein ständiger Begleiter.

Der Naturcampingplatz Bolter Kanal ist erreicht.
Wir wollen noch  einen Zeltplatz weiter, aber Westwind der Stärke 6 lässt uns kapitulieren.
Soll man 1000 Meter über die Müritz  wagen,oder nicht? Ganz klar: NEIN!!
Selbst der Kapitän einer  großen  Yacht kehrte nach wenigen Minuten wieder in den schützenden Bolter Kanal zurück.

Direkt im Kanal ist das Anlanden für Paddelboote schwierig. Schließlich haben wir das Boot voller Gepäck .Guter Rat tut Not...Wir schicken die Kleinen zum Auskunden an das andere Ufer.
Für unsere Wichte eine erlebnisreiche Kraft-und Mutprobe: Die Seilfähre ist eine geniale Konstruktion eines
begnadeten Tüftlers.Ich habe es mir in einer unbobachteten Situation auch nicht nehmen lassen und bin damit übergesetzt- funktioniert tadellos.
Der Naturcampingplatz hält keine 100 Meter entfernt für uns freie Plätze bereit, also löschen wir an Ort und Stelle unsere Ladung und Schleppen das Inventar zum Platz.

Gerade so vor Einbruch der Dunkelheit steht unsere Leinwandvilla.

Der nächste morgen beginnt um 11 Uhr.
Wir passieren die  Mole am Bolter Kanal .
Den Abend zuvor schäumte die Gischt der tobenden Müritz über Büsche und Steine.
Die Müritz ist ein sehr sehr großer See, aber relativ flach. Bei entsprechenden Winden sind Wellenhöhen so um die 1,50 Meter schnell erreicht. Wenn solche Wetterverhältnisse auftreten, ist selbst bei Wetterberuhigung noch 5 bis 6 Stunden kein paddeln möglich, da die Müritzwellen lange"nachlaufen".

Unser Wasserweg führt uns entlang des Ostufers nach Süden. Der Müritz- Nationalpark und damit auch das rettende Ufer ist durch eine Betonnung 300-500 Meter entfernt. Bei dieser Route sollte immer eine
Schönwetterphase genutzt werden, da aufkommender Wind und Wellen einen Paddler schnell in Seenot bringen!!

Weiße Segel flattern im Wind, der Blick ist frei und die Sonne erwärmt unser Gemüt- herrlich!

Das Hafendorf Müritz mit der Kuhnle- Tours-Basis. Wir Paddler sollten den auslaufenden Freizeitkapitänen, die häufig recht unerfahrene Seemänner sind, erhöhte Aufmerksamkeit schenken und weitläufig ausweichen.
In den großen Charteryachten bemerkt man häufig nicht, wie brenzlig der erzeugte Wellenschlag für Paddelboote ist.

Vipperow wurde 1178 erstmals schriftlich erwähnt.

Wir machen einen kleinen Abstecher in den Müritz-Arm.An der Gaarzer Mühle wird gerastet.
Wer übernachten will: Zelten ist kein Problem. Auch ein Boots- und Kanuverleiher ist vor Ort.
Tipp für Rennradfahrer und Skater: ab hier lohnt es sich dem Straßenverlauf  Richtung Neu  Gaarz zu folgen.

Imbiss von Porzellantellern lässt unsere Herzen höher schlagen

Der Sumpfsee ist von Bootshäusern umsäumt.

Viele Highlights des 9,5 Kilometer langen Mirower Kanals gibt es nicht: 2 Brücken lockern diesen monotonen Streckenabschnitt etwas auf. Der Mirower Kanal wurde vom Juni 1935 bis Juni 1936 von rund 1000 Arbeitern in Rekordzeit erbaut. Hintergrund war die wassertechnische Erschließung der Rechliner  Erprobungsstelle der Deutschen Luftwaffe.Alle deutschen Landflugzeuge wurden hier ihrer Mustererprobung unterzogen und selbst der Schauspieler Heinz Rühmann lernte hier das fliegen.

Die Mirower Schleuse ist erreicht.

Das Torhaus in Mirow- wir wagen eine Passage.

Wir kämpfen uns unter der Brücke durch, kommen aber nicht weiter:
hinter der Brücke versperrt uns ein umgestürzter Baum die Weiterfahrt.
Also das ganze kehrt und alles noch einmal.
Für unsere Kinder ist es im dunklen Gewölbe das Abenteuer pur: vielleicht kann man ja doch einen Geheimgang oder einen Schatz entdecken....

Das Mirower Schloss von der Seeseite

Das Ende der Paddeltour am Mirower Strandbad ist der Beginn einer langwierigen Logistik:
Während die kleinen Männer sich Pommes schmecken lassen, verladen wir die Sachen in`s Auto und zurren das Boot auf dem Dachgepäckträger fest.
Eine Stunde ist für das Beladen zu veranschlagen. Es ist dieses drum herum, das Sachen schleppen und das ewig nicht fertig werden, was viele Paddler von Gepäcktouren abhält...

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März 2007: Wir entschließen uns zu einer Tagestour in den Mirower Gewässern.
Gestartet wird von der Strandgaststätte Mirow.
Zu dieser Jahreszeit ist ein Parkplatz kein Problem und bis zum Wasser sind es noch 100 Meter.
Spezielle Kanus werden für diese Tour nicht benötigt.

Gruppenbild am Strand bei 10 Grad Celsius.

Die Mirower Schloßinsel mit Eiskeller.
Hier kann man phantastische Ritteressen buchen- mit Gauklern, Feuerspuckern
und und und. Man glaubt gar nicht, wie riesig der Eiskeller ist.
Die familiäre Verbindung der Mirower mit dem englischen Königshaus und der Blumenname
der Strelitze haben hier ihren Ursprung.

Im Stadthafen Mirow ist noch nicht viel los. Das ändert sich aber in der warmen Jahreszeit.

Wir paddeln über den Mirower See und genießen die Ruhe und die ersten warmen Sonnenstrahlen des beginnenden Frühlings.

Rast am Campingplatz Peetsch.
Wir entdecken die Schönheit unserer mecklenburger Heimat neu:
Im Alltag hetzt man vorbei, quält sich über vollgestopfte Bundesstraßen und merkt eigentlich gar nicht, was für eine Landschaftsperle hier vor den Füßen liegt.
Mit eleganten Paddelschlägen dahingleiten ist bei solchem Wetter Balsam für unser Paddlerherz und erfreut jeden Naturliebhaber.

Auch das ist moderne Realität auf dem Campingplatz Peetsch....
und mal ehrlich, kennen Sie einen Haushalt ohne Radio- und Fernsehgerät ?



Wir haben unser Tagesziel , den Campingplatz Mössensee erreicht.
Zwei Stunden wird ausgiebig gegrillt und in der warmen Frühlingssonne gesessen.
Dann paddeln wir wieder zurück.

Eisenbahnbrücke Mirow

Einfahrt zur Schleuse Mirow:
Hier lang geht es zur Müritz.



Abenddämmerung am Mirower See:
Zeit für uns, die Boote aufs Dach zu schnallen und nach Hause zu fahren.

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April 2008. Heute paddeln wir über die Binnenmüritz bis zu Kölpinsee und zurück.
Müritz und Kölpinsee sind großflächige Gewässer. Auf diesen Kurs sollten sich nur erfahrene Paddler mit Kajaks begeben.Vorsicht bei Westwind- die Wellen türmen sich geradezu auf!

Im Frühjahr (oder mit viel Glück auch im Sommer) fahren wir direkt ans Wasser und belegen eine  gebührenfreie ! Parktasche ( 3 sind  "Am Seeufer " Ecke Nesselberg vorhanden) mit Boot und Auto.
10 Meter zum feinsandigen Strand sind keine Hürde.

Nach wenigen Paddelschlägen eröffnet sich uns das herrliche Panorama der Müritzstadt Waren.
Diese Stadt ist eine Perle der Mecklenburger Seenlandschaft  und sollte für Urlauber genau so wie Warnemünde auf dem Wunschzettel stehen.
In kulinarischer Hinsicht warten über 140 Kneipen auf Ihre Gäste und sogar eine gut gehende Spielbank
ergänzt auch den letzten Wunsch der Urlauber.

Im April und das bei kühlem, aber sonnigen Wetter herrscht noch kein Hochbetrieb.
Also paddeln wir in den Hafen und bestaunen die vielen Yachten, Segelboote und Fahrgastschiffe.
Im Sommer ist der Hafen fast immer voll belegt.
Ähnlich verhält es sich mit den  Urlauberquartieren.

Direkt an der Kaimauer legen wir an und flanieren wie es sich für Urlauber gehört im Hafen umher.
Bis Anfang der 1970er Jahre verlief hier die Eisenbahn entlang. Die zu Ferienwohnungen umgebauten Speicher zeugen noch heute vom Hochbetrieb des Warener Stadthafens. Im Zuge der damaligen neuen Verkehrslösung wurden Straßen und Bahnlinien neu verlegt.
Nach meinem Geschmack wurde Waren dadurch unglücklich geteilt und der Tiefwarensee kommt gar nicht
so richtig zu seiner Geltung.

Wir entscheiden uns für ein kleines Radler im Hafenrestaurant: exakt 20 Meter von die Seebär (Schiffsnamen sind immer weiblich!)entfernt.
Von hier haben wir den Blick auf  alle Geschehnisse im Hafen.
Gut betuchte Gäste chartern hier für Ihren Urlaub richtige Dickschiffe.Für so manchen ist es die erste Fahrt, wovon die unzähligen Schrammen an den Kaimauern Bücher schreiben könnten...
Als Paddler sollten wir gehörigen Abstand von Charterbooten halten und mit "das geht ja gar nicht " rechnen!!

Wir paddeln am Ostufer der Binnenmüritz entlang. Der Blick auf die Altstadt mit Ihren am Hügel gelegenen verwinkelten Häuschen hat etwas magisches an sich. Ich kenne keinen, der sich nicht von diesem herrlichen Blick beeindrucken lässt.

Es folgt der Hafen der  Warener Müritzsschiffahrt.
Der angrenzende Speicher war das erste große Gebäude, welches nach 1990 mit schicken Ferienwohnungen touristisch erschlossen wurde.


Am Horizont erblicken wir Schloß Klink.
Wenn Sie dort vor Ort sind, sollten Sie mal genau über die Müritz schauen:
Sie werden das andere Ufer nicht erblicken- so groß ist die Müritz.

Wir verlassen die Binnenmüritz und fahren in den Reek Kanal .
Die relativ schmale Fahrrinne fordert nun vom Paddler erhöhte Aufmerksamkeit.


Im Frühjahr machen Graugänse an der Müritz gerne Rast

Kurz nach Unterquerung der Bundesstraße 192 (Waren- Malchow) erblicken wir an Tonne 47 die Marina Eldenburg.
Es sieht alles schick und schön aus, nur eine meiner Meinung nach wichtige Sache fehlt: entspannende Ruhe.
Das ist die Kehrseite des sogenannten sanften (Massen)tourismus: Autolärm der Bundesstraße, Bootsmotoren und die Fahrgastschiffahrt halten an dieser Stelle den Lärmpegel beträchtlich hoch.

Wir paddeln in den Kölpinsee ein. Die schmale Ausfahrt ist durch eine lang auslaufende Mole geschützt.
Wir machen mit dem Westwind unsere Bekanntschaft: urplötzlich platschen große Wellen über unser
Oberdeck.Wäre alles nicht so schlimm, aber uns hängt ein Charterschiff fast im Heck, dessen Fahrer weder Geschwindigkeitsbegrenzung in Kanälen, noch die für  Paddelboote kritische Wellenhöhe kennt...

Hinter der Mole paddeln wir  400 Meter nach Steuerbord und erreichen unser Tagesziel: einen Badestrand am Kölpinsee. Sonne satt, ein heißer Grill und viel Zeit zum Genießen lassen unseren Zorn auf den Charterbotkapitän schnell verfliegen.
Der Strand ist wie am Balaton: locker 400 Meter können wir hinein, ohne daß die Badehose nass wird... nur jetzt nicht( ich bin ehrlich)...es ist doch noch ein klein wenig zu kalt...

Ein Charterboot der Kuhnle- Tours -Flotte kreuzt unseren Weg. Wer mit dem Gedanken liebäugelt, solchen Pott  zu chartern sollte unter 12 Metern bleiben.Der Grund sind die sonst sehr eingeschränkten Manövrier-und Liegemöglichkeiten in den  Marinas,aber auch die neuerdings notwendige Funklizenz des Skippers.


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April 2009. Nach einem langen Winter ist es Zeit, die Paddelsaison zu eröffnen. Das Wetter verspricht einen guten Tag. Wir entscheiden uns für eine kleine Tagestour am Revier der Damerower Wisente.

Kurz vor Damerow finden wir einen freien Steg und somit ideale Bedingungen, von hier aus unsere Paddeltour zu beginnen.

Die Jabeler Kirche ist weithin sichtbar.
Ob nun vom Loppiner See, aus dem Kanal oder vom Jabelschen See. Fortwährend eröffnen sich uns neue optische Perspektiven auf die selbe Kirche.

Wir fahren in den Loppiner See. Hier dürfen keine Motorboote verkehren.

Weit und breit kein Mensch, kein Krach. Wir sind Natur.

Die Ostdeutsche Eisenbahn GmbH verkehrt von Hagenow über Ludwigslust , Parchim und Waren bis nach Neustrelitz. Alle 2 Stunden hält ein Zug in Jabel.

Die Ankunft der Graugänse zeigt neben angenehmen Sonnenstrahlen den nahenden Frühling an.

Auch Kühe haben Durst.
So hatten wir es uns mit echten Wisenten vorgestellt.....

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Rund um den  Fleesensee gibt es viele touristische Anziehungspunkte.
Da gibt es das Land Fleesensee, und die Stadt Malchow , alles eingebettet in eine sehenswerte Naturlandschaft. Ein Fahrrad und der regelmäßige Dampferverkehr Richtung Müritz und Plauer See sind die Option für den mobilen  Urlaub ohne Auto.

Mai 2005. Wir nutzen die Zeit für ein Familienwochenende am Fleesensee im Feriendorf Silz.
Hier findet der Urlauber Ruhe, einen spitzenmässigen Strand und gemütlich eingerichtete
Ferienbungalows.
Ein kleiner Kiosk und Verleih von Kajaks sind für mich Beleg für einen runden Service.


Ziel unseres Tagesausfluges ist Malchow. Unterstützt von einer kleinen Briese steuern wir die Stadt an.

Wir wollten viel weiter und viel länger paddeln.... und haben es doch nur bis zu diesem gemütlichen Biergarten direkt an der Drehbrücke geschafft.
So wird schnell aus dem Mittagessen noch ein anschließender gemütlicher Kaffee mit Eisbecher.
Wir haben ständig was zu gucken:
Vor der Brücke sammeln sich etliche Boote und Fahrgastschiffe an, bis  zu den geplanten Brückenöffnungszeiten ihre Fahrt weitergehen kann.

Braungebrannt und guter Dinge landen wir am Heimatstrand an.
Volleyballnetz und Fußballtore warten nun auf Ihre Nutzung.
Ruhesuchende Urlauber werden dennoch geschont: locker 300 Meter bis zum ersten Bungalow
sind trotz sportlicher Aktivitäten ein Garant für einen gepflegten Mittagsschlaf.



Das schönste Erlebnis des heutigen Tages ist ein Aal.
Richard ist ganz stolz, schließlich hat er die treibende Aalschnur entdeckt und alle waren erstaunt,als es beim Aufwickeln zappelte.....
Das Tier endete zubereitet in einer Alufolie auf unserem Grill.


Der Fleesensee ist am hauseigenen Strand schön  flach. Nichtschwimmer können also beruhigt umherplanschen....
und wer mit dem Faltboot die ersten Segelversuche startet, hat hier das ideale Revier.

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Wir paddeln heute von Kleinmenow nach Fürstenberg und zurück.
Die Gesamtstrecke beträgt 10 Kilometer und kann mit jedem Bootstyp befahren werden.
Die Havel durchbricht auf dieser Strecke eine große Hügelkette und bietet
somit dem Paddler viele und abwechslungsreiche Landschaftspanoramen.

Es ist 11:00 Uhr an einem grauen Novembersonntag:
Wir starten vom Biwakplatz Kleinmenow

Nach 500 Metern erreichen wir den Menowsee

Immer wieder laden gute Biwakplätze zu einer Rast ein.
Im Gegensatz zu Mecklenburg ist in Brandenburg auf solchen Plätzen
eine Übernachtung erlaubt.
Mülleimer und DIXI- Clo sind häufig Standard und schonen so die Umwelt.

Hinter einer Biegung erblicken wir die Steinhavelmühle.
Hier wurde früher Getreide gemahlen.
Direkt daneben befindet sich die Schleuse Steinhavel.

Schleuse Steinhavel
Der Schleusenwart staunte nicht schlecht:
" Wo kommt Ihr denn her ?"
Das Erstaunen war ganz unsererseits, denn Mitte November erwartenten wir
nicht, daß die Schleuse noch in Betrieb war. Bis hier her begegneten wir nicht einem Wasserfahrzeug!
Vorsorglich fragten wir, wie lange heute denn noch auf wäre:
Bis 15:30 Uhr müssten wir wieder hier sein.

Die Landschaft in der unmittelbaren Umgebung der Schleuse ist sehr hügelig.
Gerade im Oktober und November entfalten nun prächtige Herbstfarben ihre Kraft.

allmählich werden die Hügel sanfter

Wir paddeln in den Röblinsee und verlassen den windgeschützten Bereich
unserer Tour.

Wir machen am Kanu- Camp Röblinsee fest.
Der fürsorgliche Zeltplatzwart schloß erst mal zu unserer Sicherheit seinen Wachhund weg
und erlaubte uns auf seinem Platz das Grillen - Vielen Dank an dieser Stelle !

Am gegenüberliegenden Ufer des Röblinsees befinden sich malerische Villen.
Dieser Häuser waren bis zur Wende das Domiziel für russische Offiziere.

Gruppenbild am warmen Grill bei 4 Grad Celsius Außentemperatur

Auf dem Rückweg haben wir richtig Aktion beim Schleusen:
Der Schleusenwart macht sich einen Spaß und verbindet seinen pünktlichen Feierabend
mit einer Schnellschleusung.
Unser Boot hat kurzzeitig mit einer "schweren" See zu kämpfen.
Insgesamt sind so schön  zügig 1,80 Meter Wasserhub bewältigt.

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Ein schönes Männerwochenende im August 2004 nimmt seinen Anfang.
Wir- das sind drei Papas incl. 3 Söhne sind zur Abfahrt bereit.


In Wustrow werden die Boote abgeladen und seeklar gemacht.
Das dauert gut und gerne 1 Stunde, schließlich müssen wir auch noch unsere Campingausrüstung
für ein ganzes Wochenende verstauen.

Das Einbooten ist geschafft und wir paddeln munter los.
Die Landschaft ist zauberhaft- dem schmalen Rinnsal folgen
malerische mit Seerosen bedeckte kleine Seen, reich an Wasservögeln
und von dichten Wäldern umsäumt.

1 km Wegstrecke sind geschafft - erste Anzeichen von Zivilisation (Straßenbrücke nach Canow)
sind in Sicht. Hinter dieser Brücke habe ich als 9- jähriger meinen ersten dicken Karpfen mit einer
selbstgebauten Angel gefangen.

Wir haben unser Camp aufgeschlagen- gerade rechtzeitig  vor einem die ganze Nacht anhaltenden Platzregen.
Der Hunger ist groß -durch die Geräusche der einschlagenden Regentropfen, das warme Feuer an den
Füßen und unseren grenzenlos anhaltenden Optimismus trotz der derzeitigen Wetterlage entsteht eine
Lagerfeuerromantik, die vor allem unsere Jungs bis heute nicht vergessen haben.


Unsere Zelte und Boote haben die Nacht gut überstanden.
Heute erwartet uns schönes Wetter- passend zur Seenrundfahrt Vilzsee,Rätzsee, Gobenower See
und  Labussee. Das sind gute 18 km Distanz. Für die Tourenplanung sollten wir unbedingt die Windverhältnisse beachten (oft dreht der Wind vor den Abendstunden ), sonst ist die komplette Strecke
mit gemeinen Gegenwind, der auch nach der nächsten Ecke nicht aufhört  zu rechnen!

RZ 85 Dreierpack in der Schleuse Diemitz.

Das ist ein typisches Bild für die Schleuse Diemitz- in den Sommermonaten müssen wir mit langen Wartezeiten
und engen Platzverhältnissen rechnen.Selbst die Brücke im Hintergrund wird von staunenden Sommerfrischlern belagert.Wichtig: Kanuten fahren zum Schluß in die Schleuse und sollten tunlichst auf die Weisungen der Schleusenwärter achten!Motorbootfahrer warten manchmal 1 Stunde und sind zurecht auf die Urlaubspaddler bei Fehlverhalten sauer!!


Dieses Motiv finden Sie in jedem ordentlichen Paddelführer wieder.....

An der Fleether Mühle heißt es Umtragen. Zur Stärkung gönnen wir uns ein Stückchen Pflaumenkuchen.
Genießer wissen: hier gibt es den besten Pflaumenkuchen der Welt.

Die Bäk. Hier machen die viele Paddler Halt und vertreten sich die Beine.

Zurück auf dem Zeltplatz machen wir uns mit unserem neuen Nachbarn bekannt: ein Barkas B1000.

Am Sonntag Vormittag brechen wir unser Lager ab.
Erstaunlich sind die vielen Sachen, die alle in unsere Faltboote passen wollen.

Unseren Rückweg versperrt uns ein Höckerschwan.
Doch keine Panik: Es gibt einen kleinen Trick auch den aggressivsten Schwan loszuwerden:
immer kräftig mit Wasser vollspritzen- das mögen diese edlen Tiere überhaupt nicht und ziehen mit zischenden Drohgebärden von dannen.

So malerisch endet unsere Tour in Wustrow.

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Eine spartanische Unterkunft finden wir im Ferienpark Pelzkuhl.
Alles ist sehr eng, sehr einfach oder kurz gesagt wie ein DDR Ferienlager.....
Unseren Kindern hat es gut gefallen.
Von Disco über Cocktailbar ist alles da und wer großzügig über viele Dinge hinwegschauen kann und mit einer Truppe, wie der unseren anreist, findet auch hier sein Glück.

Wir starten vom Anlegeplatz der Jugendherberge Prebelow

Nun geht es über den Tietzowsee, Schlabornsee und Rheinsberger See über eine Distanz von ca. 10 Kilometern zum Genericksee.

Das Hafendorf Rheinsberg ist schick und farbenfroh

Ausblick vom Leuchtturm auf die Ferienhäuser der Marina

Unterwegs staunten wir nicht schlecht und der Mann am Ruder auch:
Wir sind ehemalige Arbeitskollegen und haben mit einem Wiedersehen in der Rheinsberger Gegend nicht gerechnet- die Welt ist halt klein...
Man grüßt sich , fährt aneinander vorbei und dann plötzlich, etwas zeitversetzt ein erstauntes "Hallo- erkennst Du uns gar nicht ? "
Trotz des Kostümes waren wir es, die Ihn erkannten und sein verdatterter Blick war köstlich......

Der neu hergerichtete Marstall

Vor dem Schloß stehen die Kutschen mit rassigen Pferden für eine standesgemäße Fahrt durch Rheinsberg bereit

Gruppenbild vorm Schloß. Schade, daß das historische Gemäuer eingerüstet ist. In meiner Jugend hatte das Schloß einen weißen Anstrich- die jetzige Farbe ist nicht nach meinem Geschmack.
Und Vorsicht- die Parkaufsicht schreitet energisch ein, falls jemand überhaupt auf den Gedanken
kommt, den fürstlichen Rasen zu betreten!

Die Boote sind festgezurrt.
Es geht vom Yachthafen Rheinsberg wieder heimwärts.

Am Abend folgt das obligatorische Volleyballspiel:
wieder einmal zeigten wir alten Herren unseren Kindern was es heißt, eine Liga höher zu spielen....

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Die Feldberger Seenlandschaft- das sind vor allem extrem saubere und sehr tiefe von Buchenwäldern umsäumte Seen. Wer nach Feldberg kommt sollte 2 bis 3 Tage einplanen, denn nicht nur mit dem Boot, sondern auch mit dem Rad kann man die gleichen Touren fahren.
Wer zusätzlich wandern möchte, muss den Weg von Lüttenhagen zu den Heiligen Hallen wählen.
Die Heiligen Hallen das ist der älteste Buchenwald  Deutschlands.
Unsere Tagesstrecke mit Rückfahrt zum Ausgangspunkt beträgt ca. 22 Kilometer.Alle Paddelboottypen eignen sich für das Feldberger Seenrevier.

Beginnen wir unsere Tour an der Einsetzstelle Amtswerder in Feldberg. Parkplatz und Badestelle sind vor Ort.
Wir haben also nur 50 m vom Auto zum Wasser.

Feldberg mit seiner Seenlandschaft ist eine Reise wert. Selbst Kanzler und Bundespräsident haben sich die Türklinke in die Hand gegeben.Allerdings konnten Sie nicht wie wir die Ruhe und Natur geniessen, weil teilweise ein riesiger Tross von 200 Mann Begleitung auf den Wanderungen folgte....

Nachdem der Haussee und der Breite Luzin durchquert sind, erwartet uns ein  Gasthaus mit herrlicher Seeterasse und Anlegemöglichkeiten für Paddelboote.
Wenn der Steg frei und die Gaststätte auf  sind, dann ist eine Einkehr Pflicht- es wird Ihnen gefallen !
Nun geht es in den Schmalen Luzin. Ab hier ist halt für Motorboote.


Die Seilfähre nach Hullerbusch hat bestimmt jeder Tourist auf seinem Urlaubsfilm.
Will man übersetzen muß eine Glocke geschlagen werden. Fahrräder holt der Fährmann auch über.
Wer kein eigenes Boot hat kann bei Ihm auch Ruderboote oder Canadier mieten.

Blessrallenküken sind nicht immer scheu, wie dieses Bild beweist.
Die Flossen der Jungtiere erkennt man gut im Bild- ein Indiz dafür, wie sauber das Wasser ist.
Im Sommer finden wir etliche Badestellen zum Sprung ins kühle Nass und selbst ich freue mich jedes mal
beim Baden meine Füße zu sehen- so klares Wasser ist in Deutschland wirklich selten !!


An jeder Ecke bieten sich für den Hobbyfotografen schöne Motive.


Wir verlassen am Südufer den Schmalen Luzin durch die Bäk und gelangen in den Carwitzer See.
Das Wasser ist mehr als flach. Langsame Fahrt und Abstand zum Vordermann beugen Schäden am Boot vor.
Ich habe an dieser Stelle mein Heckruder eingebüßt, weil die Klassenfahrt hinter mir ihre erste Kanutour machte...
Nach einigen Metern müssen wir die Boote umtragen. Zeit uns in Carwitz umzuschauen und ein gemütliches
Käffchen zu trinken.


Nachdem wir in Carwitz einen 100 Meter Landtransport geschafft haben wird ein kleines Stück in den Carwitzer See getreidelt.
Man glaubt es anhand dieser Bilder kaum, aber ich habe doch auf diesem Teilstück plötzlich
bis zur Hüfte im Schlamm gesteckt

In Carwitz gibt es glaube ich nur Wassergrundstücke. Das einzige ohne Wasserzugang ist wohl das mit der Windmühle

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Wir nutzen ein Wochenende im Herbst, um die Lychener Gewässer zu erkunden.
Übernachtet wird im Ferienhauspark Brennickenswerder . Hier können wir zusätzlich Kanus  und Fahrräder mieten.

Der Hund der Gastgeber lässt sich gerne von den Kindern streicheln.Kein großer Hund....
aber Nachts, wenn man die Hand vor Augen nicht mehr sieht ,wacht er über uns  Feriengäste.Und wenn der gute Vierbeiner die Witterung eines Igels oder was auch immer nachts durch den Wald kraucht aufnimmt, schlägt er an.Sofort denkt man an den großen Hund von Baskerville - Wald und  See wirken wie ein Verstärker und lassen uns erzittern.Danach taucht der schlaue Kerl freudig wedelnd am Grill auf- und auch Sie werden Ihm nun keine Belohnung abschlagen....

Am Anreisetag wird bis in die späte Nacht gegrillt und wie schon erwähnt tritt nun der gute Hund in Aktion....

Ruhe, leichte Nebelschwaden und ein schönes Gewässer, an dem man alleine ist- so macht angeln Spaß.
Unsere Jungs waren ständig mit Ihren Angeln zu Gange.

Nach einem ausreichenden Frühstück begeben wir uns auf unsere Tagestour nach Himmelpfort.

Der Ideale Rastplatz liegt an der Fußgängerbrücke.
Wir beschließen unseren Grill anzufachen und erregen damit die Aufmerksamkeit der Passanten.

Die Schleuse Himmelpfort ist eine Selbstbedienungsschleuse.
Ganz wichtig ist es, auf die Anzeige zu achten und etwas Geduld mitzubringen. Aus Sicherheitsgründen
funktioniert die Steuerung mit einiger Verzögerung.

Wir haben den Fischer erreicht und decken uns mit frischem Räucherfisch ein.

Heute geht es zur Paddeltour nach Lychen.
Die zwei Badenden sehen richtig drollig aus und wurden bestimmt schon von etlichen Touristen fotografiert.

Im Herbst gehört der See fast ausschließlich nur den hartgesottenen Paddlern.
Heute ist kein Regen und auch kein Wind.

Nach der Brücke paddeln  wir nach Backbord- wir wollen zum Faltbootkabinett.

Hoffentlich haucht der Besitzer dieses Bootes dem Gefährt neues Leben ein.

Als Paddler können wir in Lychen durch viele verschlungene Wasserwege unsere Furchen ziehen...

Einige Kajaks fristen hier schon von Sträuchern überwuchert Ihr Dasein...



Blick durch`s Fenster in das Faltbootkabinett.

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